Goodbye Bukarest – Astrid Seeberger

AutorAstrid Seeberger
Verlag Urachhaus
Erscheinungsdatum 11. Februar 2020
FormatGebundene Ausgabe
Seiten244
SpracheDeutsch
ISBN-13978-3825152307

„Erst als ein Windhauch herüberwehte, hörte er es: Jemand pfiff eine Melodie, die er wiedererkannte. Eine Melodie, die das schwarze Loch mit Musik füllte: Bachs Ich ruf zu Dir.“ (Zitat Seite 91)

Inhalt

Astrids Mutter erzählte Zeit ihres Lebens, dass Astrids Onkel Bruno in Stalingrad gefallen sei. Erst nach dem Tod der Mutter erfährt Astrid von einem alten Pfarrer dass dies eine Lüge war. Bruno hatte den Krieg überlebt, aber mit der Familie bewusst gebrochen. Schon Astrids Mutter hatte nach Bruno gesucht, und Astrid setzt nun diese Suche fort, weil sie die Wahrheit wissen will. Was ist damals wirklich geschehen, lebt ihr Onkel Bruno noch?

Thema und Genre

Dieser autobiografische Roman führt seine Erzählerin durch miteinander verflochtene Schicksale, ausgehend von Sibirien im Zweiten Weltkrieg, nach Bukarest, über Berlin und München in ein altes Haus in Münsing, Bayern. Eines der Hauptthemen sind die Geschichte Rumäniens, Heimat, Flucht und Vertreibung, Familie, die Kraft der Musik und die Liebe in ihrer Vielfalt. Es geht um die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Charaktere

Astrid will Antworten betreffend das Schicksal ihres Onkels Bruno und einen Teil ihrer Familiengeschichte, über den bisher geschwiegen wurde. Beharrlich folgt sie auch der kleinsten Spur und sie kann vor allem eines: zuhören. Sie hört den Menschen zu, deren Schicksal auf irgend eine Weise mit dem Schicksal Bruno Seebergers verknüpft ist, all dies eingebettet in wichtige Episoden europäischer Zeitgeschichte.

Handlung und Schreibstil

Der Aufbau dieses Romans wurde für dieses vielschichtige, umfassende Thema perfekt gewählt. Die Ich-Erzählerin berichtet über ihre Recherchen in der aktuellen Gegenwart, dadurch erfährt der Leser auch mehr über sie und ihr Leben. Mehrere Menschen sind fest mit dem Schicksal von Bruno verbunden. Deren Geschichten erfährt Astrid im Zuge ihrer Recherchen von den betroffenen Personen selbst oder durch nahestehende Zeitzeugen. Eine überaus spannende Reise durch die jüngere Vergangenheit, beeindruckend auch durch die vielseitigen Aspekte, die diese Menschen, ihre Entscheidungen und Gefühle, geprägt haben. Die poetische Sprache überzeugt ebenso, wie der gekonnte Aufbau und die Erzählformen.

Fazit

Ein spannend und doch poetisch erzähltes Stück Zeitgeschichte, ein Puzzle von verschiedenen Einzelschicksalen, die dicht miteinander verbunden sind und letztendlich ein Rätsel in der Geschichte einer Familie lösen.

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