Mein Lesemonat Oktober 2023

Gelesen im Oktober 2023

Dieser Oktober war einer der besten Monate meines Lesejahres 2023

Printausgaben:

„Der graue Peter“ von Matthias Zschokke, Rotpunktverlag, 15. März 2023

„Memoria“ von Zoë Beck, Suhrkamp Verlag, 9. Oktober 2023

„Ein Winter in Istanbul“ von Angelika Overath, btb Verlag, 12. April 2023

„Irgendwo. Aber am Meer“ von Arnold Stadler,  S. FISCHER, 29. März 2023

„Alle ungezählten Sterne“ von Mirko Bonné, Schöffling, 27. Juli 2023

Auf dem Kindle:

„Hildur – Die Spur im Fjord“ von Satu Rämö, Heyne Verlag, 1. Oktober 2023

„Das Alphabet der Schöpfung“ von I.L. Callis, Emons Verlag, 20. September 2018

„Immer nach Hause“ von Ursula K. Le Guin, Carcosa, 16. Oktober 2023

„Das Glutnest“ von Margaret Laurence, Eisele Verlag, 26. Oktober 2023

Mein Lesemonat September 2023

Lesemonat September Printausgaben

Lesemonat September Kindle

Printausgaben:

„Nichts als Himmel“ von Peter Henisch, Residenz Verlag, 14. August 2023

„100 Autorinnen in Porträts: Von Atwood bis Sappho, von Adichie bis Zeh“ von Verena Auffermann, Julia Encke, Ursula März, Elke Schmitter, Gunhild Kübler; Piper Taschenbuch, 31. August 2023

„Das Fundament des Eisbergs: Eine arktische Sehnsucht“ von Stefan Moster, mareverlag, 20. September 2022

„Rachefrühling“ von Andreas Gruber, Goldmann Verlag, 13. September 2023

„Sehr blaue Augen“  von Toni Morrison, Rowohlt Buchverlag, 12. September 2023

„Der Kartograf des Vergessens“ von Mia Couto, Unionsverlag, 11. September 2023

„Sich lichtende Nebel“ von Christian Haller, Luchterhand Literaturverlag, 15. Februar 2023

Auf dem Kindle:

„Vatermal“ von Necati Öziri, Claassen Verlag, 27. Juli 2023

„Die Erfindung des Lächelns“ von Tom Hillenbrand, Kiepenheuer&Witsch, 7. September 2023

„Südstern“ von Tim Staffel, Kanon Verlag Berlin, 30. August 2023

„Der große Wunsch“ von Sherko Fatah, Luchterhand Literaturverlag, 30. August 2023

„Unschärfen der Liebe“ von Angelika Overath, Luchterhand Literaturverlag, 12. April 2023

„Nach der Flut das Feuer: The Fire Next Time“ von James Baldwin, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 31. Januar 2019

Blick ins Regal – Buchgeplauder 8

Buchgeplauder 8

Buchgeplauder 8

Der Büchermarkt ist riesig, täglich kommen Neuerscheinungen in die Buchhandlungen – wie behält man hier den Überblick! Gar nicht!

Wie nun komme ich an neue Ideen für meine Bücher-Wunsch-Einkaufsliste? Denn dass ich zu jenen Lesebegeisterten gehöre, die Bücher zunächst mal sammeln, immer in der Sorge, eine großartige Lektüre zu verpassen, oder plötzlich ohne Lesestoff dazustehen, wird niemanden hier verwundern. Dies gibt mir die Freiheit, mich wirklich nach Lust und Laune aus meinen Regalen zu bedienen für das nächste Leseabenteuer.

Ich habe so meine Lieblingsverlage, Suhrkamp, Hanser, Edition Atelier, mare, wo ich mich jeweils im Frühjahr und Herbst durch die Kataloge der Neuerscheinungen blättere (inzwischen leider virtuell, ich mochte die Papierfolder sehr, da konnte ich Ecken umbiegen und Titel anzeichnen, aber ja, das ist nicht mehr zeitgemäß und würde viel Papier verbrauchen).

Ich lese zwei Literaturzeitschriften, das Büchermagazin, wo vor allem belletristische Neuerscheinungen besprochen werden und Lesart, https://www.lesart-literatur.de/ , wo deutschsprachige und unternationale Literatur vorgestellt wird und schon die einzelnen Artikel Lesevergnügen sind.

Eine Fundgrube und richtig schlecht für gute Vorsätze, keine Bücher mehr zu kaufen, ist meine bevorzugte Community https://whatchareadin.de/ . Hier schreiben und diskutieren buchaffine, literaturbegeisterte Menschen, deren Vorschläge immer wieder überraschen und begeistern und wo man Titel, Vorschläge und Rezensionen abseits der üblichen Spiegel-Bestsellerliste findet, die man sonst in der Vielfalt übersehen hätte.  

Dann verbringe ich, wenn möglich, gerne mal mindestens einen halben Tag in einer großen Buchhandlung, wo ich Klappentexte lesen kann und Ideen sammeln für meine Wunschliste.

Vermutlich wird niemand Bücher über Bücher, wie das erst kürzlich hier vorgestellte „100 Autorinnen in Porträts“ lesen, ohne auch hier neue Lesewünsche zu finden. Auch die Longlists der Buchpreise Deutschland, Österreich und Schweiz können das Leseinteresse wecken. Unsere Buchwelt ist internationaler geworden, auch da gibt es noch viel Neues zu entdecken. Die Reise wird weitergehen und es lohnt sich, den persönlichen Wohlfühlkreis lesend auch immer wieder zu verlassen.

(Anm. Es handelt sich hier ausschließlich um meine persönlichen Vorschläge, die nicht abgesprochen wurden oder von den Genannten angeregt, sollte es gemäß Gesetz dennoch Werbung sein, dann ist sie freiwillig und unentgeltlich, ohne jede Gegenleistung)

Blick ins Regal – Buchgeplauder 7

Moderne Klassiker 1

Moderne Klassiker 2

Buchgeplauder 7

Dies ist nicht nur die siebte Buchplauderei, die Sieben spielt auch eine andere wichtige Rolle. Früher (vielleicht auch heute noch) sprach man in einer Lebenspartnerschaft vom „verflixten siebten Jahr“ und meinte damit, dass es Umbrüche geben könnte, Ausbrüche und neue Entscheidungen.

In diesem verflixten sieben Jahr stehe ich gerade als Bloggerin, teile meine Buchvorschläge und Rezensionen hier auf Facebook und seit 2017 auch auf meinem WordPress Blog. Es macht Spaß, es macht Freude, aber es kostet auch viel Zeit, Zeit, die mich aus meinen Buchseiten hervorholt, Zeit, in der ich der gesunden Lebensweise halber spazieren und wandern gehen sollte.

Auf meinen Regalausschnitten sieht man moderne Klassiker, es sind Bücher, die ich in den nächsten Monaten lesen will und zu Klassikern gibt es eine umfassende Literatur an fachkundigen, literaturwissenschaftlichen Interpretationen, darüber noch eine Rezension zu schreiben wäre vermessen und überflüssig Daher wird es auf diesem Blog in Zukunft weniger oft einen neuen Eintrag geben, eine Rezension oder einfach Buchgeplauder und ich freue mich, wenn ihr / Sie dennoch auch weiterhin hier in meinem Blog schmökern.

Was ich aus meinen persönlichen Leseerfahrungen dieser letzten, intensiven Jahre mitnehme ist die Lust, auch weiterhin weit über die Grenzen meiner Wohlfühlzone zu lesen, offen für Neues zu bleiben. Es lohnt sich, dies auszuprobieren.

Buchgeplauder 6

Vom Longlistlesen 2023 ein Ausflug in das eiskalt mordende Wien

Das könnte man „druckfrisch“ nennen, der neueste Thriller von Andreas Gruber ist soeben erschienen und ich bin schon sehr gespannt auf diesen vierten Band der Serie um den Leipziger Kommissar Walter Pulaski und die Wiener Rechtsanwältin Evelyn Meyers. Die Serie ist leicht zu erkennen, alle Titel beinhalten das Wort „Rache“ und eine Jahreszeit. Begonnen hat es mit dem Rachesommer, gefolgt vom Racheherbst und Rachewinter, und nun macht der Rachefrühling den Reigen komplett.

Dieser bekannte österreichische Thrillerautor hat eine sehr große Fangemeinde und ich zähle mich dazu, ich schätze Andreas Gruber, weil er jedes neue Buch genau und umfassend recherchiert und sicher auch ebenso genau plant, und so ist das Ergebnis jedes Mal wieder sehr spannend, packend, dazu unvorhersehbar, aber dennoch im Bereich des logisch Möglichen. Auch seine Figuren überzeugen und der berühmte österreichische Charme und Humor fehlt ebenfalls nicht. Grubers Thriller sind keine Laufbandproduktion, pro Jahr erscheint nur ein neues Buch.

Dies alles bringt mich auch heute dazu, mein aktuelles Longlistlesen – ich habe soeben den Roman Südstern zu Ende gelesen – zu unterbrechen und nun die sonnigen, warmen Spätsommertage zu genießen und in Gedanken nach Wien zu reisen, wo wieder eiskalt gemordet wird.

Mein Lesemonat August 2023

Zwischen Sachbuch und Gegenwartsliteratur, aber immer mit aktuellen Themen

Printausgaben:

„Tasmanien“ von Paolo Giordano, Suhrkamp Verlag, 21. August 2023

„Die Wokeness-Illusion“ von Alexander Marguier, Ben Krischke (Hg.), Verlag Herder, 13. Februar 2023

„Mein Abschied von Deutschland“ von Matthias Politycki, HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 2. März 2022

„Bin das noch ich“ von Stefan Moster, mareverlag, 8. August 2023

Auf dem Kindle:

„Südfall“ von Florian Knöppler, Herausgeber: Pendragon Verlag, 16. August 2023

„Der Hund, der nur Englisch sprach“ von Linus Reichlin, Galiani-Berlin, 17. August 2023

„Mama Odessa“ von Maxim Biller, Kiepenheuer&Witsch, 17. August 2023

„Schrecklich schön und weit und wild“ von Matthias Politycki, HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 2. August 2023

„Jenny Erpenbeck über Christine Lavant“ von Jenny Erpenbeck, Verlag: Kiepenheuer&Witsch, Herausgegeben von Volker Weidermann, 17. August 2023

„Die Bücherjägerin“ von Elisabeth Beer, DUMONT Buchverlag 1. August 2023

Mein Lesemonat Juli 2023

Spannung, Unterhaltung, Anspruch

Ein Lesemonat zwischen spannend, interessant und fordernd

Printausgaben:

„A Thousand Days in Venice: An Unexpected Romance” von Marlena De Blasi, Algonquin Books, 11. Juni 2013

„Der Anfang vom Ende“ von Mark Aldanow, Rowohlt Buchverlag, 13. Juni 2023

„Zwei Wochen am Meer“ von R. C. Sherriff, Herausgeber: Unionsverlag, 13. Juni 2023

„Maskerade“ von Hans Flesch-Brunningen, Edition Atelier, Herausgegeben von: Wolfgang Straub 15. März 2023

„Seiten Wechsel“, Herausgeber: Johanna Hansen und Wolfgang Allinger, WORTSCHAU VERLAG, Neustadt an der Weinstraße, November 2022

Auf dem Kindle:

„Blutiges Sylt: Nordseekrimi“  von Patrick Burow, ‎Independently published, 1. Juli 2023

„Das Haus bei den fünf Weiden“ von Liz Balfour, Heyne Verlag, 11. Januar 2016

„Helga Schubert über Anton Tschechow“ von Helga Schubert, Verlag: Kiepenheuer&Witsch, Herausgegeben von Volker Weidermann, 5. April 2023

„Wasserläufer“ von Michael Kröchert, Tropen, 15. Juli 2023

Buchgeplauder 5

Montag, eine neue Lesewoche beginnt

Schon wieder beginnt eine neue Lesewoche, was lese ich, was ist geplant?

„Maskerade“ von Hans Flesch-Brunningen, Edition Atelier, habe ich schon zu Ende gelesen, aber die Rezension ist noch nicht geschrieben, vielleicht noch heute, oder morgen.

„Jenny Erpenbeck über Christine Lavant“ von Jenny Erpenbeck, Verlag: Kiepenheuer&Witsch. Dieses fünfte Buch aus der Serie „Bücher meines Lebens“ darf ich als Rezensionsexemplar über Netgalley schon vor dem Erscheinungsdatum am 17. August 2023 lesen und lerne so die mir bisher unbekannte Autorin Christine Lavent und ihr Werk kennen.

Ein spannendes Projekt, das ist durch Zufall entdeckt habe, ist „Seiten Wechsel“, Tagebuchnotizen, hrsg von Johanna Hansen und Wolfgang Allinger, WORTSCHAU VERLAG, sechs europäische und amerikanische Autoren und Autorinnen schreiben an einem vorher bestimmten Tag zwischen 2019 und 2022 ihre Notizen und teilen sie in diesem Buch mit uns. Auch die Wochentage variieren, der erste Tag ist ein Montag, der letzten Tag der Einträgungen in Sonntag, die Tage selbst jedoch sind für alle Schreibenden gleich. Zwischen den Texten finden sich, über das Buch verteilt, Fotografien der Arbeitsplätze und Notizen der teilnehmenden Schriftsteller und Schriftstellerinnen.

Außerdem habe ich gestern entschieden, welches Buch ich am 20. August auf meine Wienreise mitnehme: „Die Strudlhofstiege von Heimiti von Doderer“, als dtv Taschenbuchausgabe, denn jetzt wird es wirklich Zeit, diesen Roman zu lesen, gehe ich doch während dieser Tage täglich mindestens ein Mal an dieser wunderschönen Stiege vorbei.

Was sonst noch vom SUB befreit wird, mal sehen.

Mein Lesemonat Juni 2023

Moderne Klassiker, Gegenwartsliteratur, Sachbücher, aktuelle Bücher und SUB-Abbau – was für eine Lesereise in diesem Juni 2023

Mein Lesemonat Juni 2023

Printausgaben:

„Das Café ohne Namen“ von Robert Seethaler, Claassen Verlag, 26. April 2023

„Wüste Welt“ von Wolfgang Popp, Edition Atelier, 12. Januar 2016

“How to Read Novels Like a Professor” von Thomas C Foster, Harper Perennial, 23. Mai 2017

„Das Sommerbuch“ von Tove Jansson, Herausgeber: Lübbe, 13. Juni 2014

„Mrs Dalloway” by Virginia Woolf, Penguin Classics, 7 June 2018

„Perwanas Abend“ von Bachtyar Ali, Herausgeber: Unionsverlag, 14. Februar 2022

„Wiedersehen in Howards End“ von E.M. Forster, FISCHER Taschenbuch, 1. Juli 2005

„Der letzte Granatapfel“ von Bachtyar Ali, Herausgeber: Unionsverlag, 3. April 2017

„Über die Schwalbe“ von Stephen Moss, DuMont Buchverlag Köln, 12. März 2021

„Kamnik“ von Felix Kucher, Picus Verlag, 26. Februar 2018

„Ulrich Greiners Leseverführer“ von Ulrich Greiner, C.H.Beck, 18. Oktober 2005

„Mann vom Meer: Thomas Mann und die Liebe seines Lebens“ von Volker Weidermann, ‎ Kiepenheuer&Witsch, 7. Juni 2023

Auf dem Kindle:

Auch im Juni 2023 habe ich nur Printausgaben gelesen, dafür sind einige Bücher vom SUB dabei.

Buchgeplauder

Buchgeplauder 4

Buchgeplauder 4

Im Grunde könnte das jetzt auch Buchgeplauder 1a heißen, denn es geht wieder um diese papierene Fährte, von der Nick Hornby in dem Buch über seine Lesegewohnheiten spricht und wie ein Buch zum nächsten führt.

Ich nehme gerade an einer sehr lebhaften, anregenden Leserunde auf https://whatchareadin.de/ teil und diesmal geht es um das Buch „Mann vom Meer“ von Volker Weidermann, in dem er einen völlig neuen Blick auf Thomas Mann wirft, nämlich auf sein Leben und seine Werke mit Bezug auf die lebenslange Liebe, die Thomas Mann mit dem Meer verbunden hat.

Dies führte bei mir dazu, die vor sehr vielen Jahren gelesenen Buddenbrooks wieder aus dem Regal zu holen, um sie nochmals zu lesen, ebenso den Tod in Venedig, dazu den Zauberberg, um den ich bisher einen großen Bogen gemacht habe, die noch ungelesenen Biografien der Kinder von Thomas Mann (einige habe ich ja bereits gelesen und auch hier besprochen), und zwei Bücher des Autors Volker Weidermann, die ebenfalls schon länger ungelesen im Regal warten, auf den Stapel der demnächst-Lektüre zu legen. Mir fehlen zwar noch fünfzig Seiten bis zum Buchende von Mann vom Meer, und natürlich folgt dann auch eine Rezension, aber ich empfehle es schon jetzt, trotz der hier aufgelisteten „Nebenwirkungen“, oder auch gerade deswegen. Es geht übrigens nicht nur mir in dieser Leserunde so, sie macht einfach Lust, sie wieder mit Thomas Mann und seinen Werken zu beschäftigen. Der erste Band seiner Erzählungen ist noch nicht auf dem Foto, ist aber schon auf dem Weg zu mir, das ließ sich einfach nicht vermeiden.

Um es der Ordnung halber wieder mal zu erwähnen, alle Empfehlungen in diesem Artikel und auf dem Foto sind meine persönliche Meinung, ich bin absolut, aus tiefster Überzeugung, keine Influencerin (sonst wären wohl meine Fotos besser, sorry, ich bin nun mal eine Frau der Worte), es ist also keine von wem auch immer veranlasste Werbung, und falls aus aktueller gesetzlicher Zuordnung doch, dann unentgeltlich, mit einer Ausnahme, das Leseexemplar „Mann vom Meer“ wurde mir unentgeltlich vom Verlag Kiepenheuer & Witsch im Rahmen dieser Leserunde zur Verfügung gestellt, wofür ich mich bedanke. Allerdings hätte ich das Buch auf jeden Fall gekauft, da mich das Thema als Wienerin auf Rügen sofort neugierig gemacht hat.

Buchgeplauder 3

Wieder mal neu geordnet

Buchgeplauder 3

Finden Sie, Vielleser und Vielleserinnen wie ich, noch Zeit, Ihre Buchregale neu zu ordnen, um sich vielleicht von Büchern zu trennen, die Sie sicher nicht mehr lesen und auch nicht also behalten wollen, um Platz für Neues zu schaffen? Oder einfach, um mal wieder Ordnung in die Regale zu bringen? Wie ordnen Sie ihre Regale? Bei mir ist sind es Genre und Sprache, also weder Farbe (gibt es tatsächlich), noch Alphabet. Aber in diesem Buchgeplauder geht es um eine neue Sparte in meinen Regalen.

Natürlich habe ich in meiner Jugend die englischen und amerikanischen Klassiker wie Moby Dick, Schatzinsel, Robinson, Die Flusspiraten, Der alte Mann und das Meer, Wem die Stunde schlägt und viele mehr gelesen, aber mit den Jahren habe ich neben den deutschsprachigen vor allem spanische, südamerikanische, englische, norwegische Autoren und Autorinnen bevorzugt, zuletzt auch Literatur aus dem afrikanischen Raum, Nordamerika rückte in den Hintergrund. Durch die beiden Bücher von Thomas C Foster, How to Read Literature like a Professor und vor allem How to Read Novels like a Professor, habe ich mal meine Regale nach bereits vorhandenen Titeln durchsucht und sie in ein eigenes Regal gestellt – momentan zwischen neuerer englischer Belletristik und mein Weihnachtsbücherregal. Nun, sicher eher lustig als perfekt, aber das hängt auch von der erforderlichen Regalhöhe ab und meine alten Billys montiere ich lieber nicht um. Egal, der Anfang ist gemacht und das Regal wird sich noch etwas weiter füllen und zwischen aktuellen Neuerscheinungen werde ich mich dann öfter auf die Reise begeben, auch um das neu erworbene Wissen aus den beiden Sachbüchern des Professors für englische Literatur selbst auszuprobieren, die ich mit viel Vergnügen und immer wieder laut lachend gelesen habe, denn er schreibt nicht nur interessant und wissenswert, sondern auch locker und unterhaltsam.

Mein Lesemonat Mai 2023

Zwischen Spannung und

Literatur-Sachbuch

Printausgaben:

„In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg.“ von Gabriele Riedle, Verlag: Aufbau Verlage – Die Andere Bibliothek, 15. September 2022

„Blaues Venedig – Venezia blu“ von Wolfgang Salomon, Carl Ueberreuter Verlag, 3. April 2017

„Falsche Freunde: Commissario Morello ermittelt in Venedig“ von Wolfgang Schorlau,  Claudio Caiolo, KiWi-Paperback, 4. Mai 2023

„1001 Bücher: die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist“ herausgegeben von Peter Boxall, Vorwort: Peter Ackroyd, Ausgewählt und vorgestellt von 157 internationalen Rezensenten, Edition Olms; 30. März 2021

„Mein Leben als Leser“ von Nick Hornby, KiWi-Taschenbuch, 23. September 2005, Taschenbuch: 160 Seiten

„Die Mutter“  von Grazia Deledda, Input-Verlag, 1. Juni 2022

„The Angels of Venice” by Philip Gwynne Jones, Constable London, 7 February 2023

„Die Abtrünnigen“ von Abdulrazak Gurnah, Penguin Verlag, 26. April 2023

„How to Read Literature Like a Professor” von Thomas C Foster, Harper Perennial, 25. Februar 2014

„Die Glasschwestern“ von Franziska Hauser, Eichborn Verlag, 28. Februar 2020

Auf dem Kindle:

Diesmal waren es nur Printausgaben, besonders die Sachbücher wollte und will ich nicht als e-book lesen.

Buchgeplauder 2

Garzer Literaturfrühling

Buchgeplauder 2

Der heutige Besuch der 4. Vorpommerschen Buchmesse, Motto „Garzer Literaturfrühling“ im E.M.Arndt Museum in Garz brachte ein angeregtes, persönliches Gespräch mit der Autorin Christiane Töllner, die aus „Ein Haus und geteilte Leben“, dem zweiten Teil der Geschichte einer Familie aus Sellin auf Rügen las. Natürlich stehen beide Bücher in meinem Rügen-Regal und wurden hier auf meinem Blog besprochen. Gerne nutzte ich diese Gelegenheit für interessante Gespräche mit den Verlegern und Verlegerinnen vom Mövenort-Verlag, dessen Bücher sich ebenso in meinen Regalen finden, wie Bücher aus der Edition Pommern. Neu lernte ich die Strandläufer Verlagsbuchhandlung kennen, die ich sicher bald in Stralsund besuchen werde und auch Rügen Druck, Herausgeber von Rügen aktuell, dem Hiddensee Magazin, und auch Büchern war mit einem Stand vertreten. Wer könnte von dort ohne Bücher weggehen? Ich natürlich nicht, das Foto zeigt meine Einkäufe, und ein paar weitere Lektüretipps wurden auch notiert. Ja, Kuchen, gebacken von den Eltern der Volksschule Garz, kam natürlich auch mit.

Buchgeplauder 1

Gedanken über Bücher und das Lesen

SUB = Stapel ungelesener Bücher, in meinem Fall Mehrzahl

In dem kürzlich von mir hier besprochenen autobiografischen Buch eines Lesejahres „Mein Leben als Leser“ schreibt  Nick Hornby über die besondere papierene Fährte aus Themen und Zusammenhängen, die ihn immer wieder inspiriert:

„Es soll hier also darum gehen, wie, wann und warum man liest, und darum, was man liest – um die Art und Weise, wie im Idealfall ein Buch zum nächsten und übernächsten führt, eine papierene Fährte aus Themen und Sinnzusammenhängen.“ (Zitat Seite 13, 14)

Geht es Ihnen ähnlich? Mir schon, ich finde meine Lesegewohnheiten in diesen Zeilen perfekt widergespiegelt. Was natürlich auch zu entsprechenden Kaufgewohnheiten führt, ich bin eine Buchsammlerin und meine SUB (Stapel ungelesener Bücher, Mehrzahl) reichen schon jetzt für ein theoretisch unglaublich langes Leben. Nun, ganz ohne Laster kommt wohl niemand durchs Leben, dafür besitze ich eine sehr überschaubare Anzahl an Schuhen, nur ein Beispiel.

So führt mein momentaner Venedig-Schwerpunkt, einserseits Wolfgang Salomon mit seinen wunderbaren Entdeckungsreisen in ein immer noch wenig bekanntes Venedig, in Verbindung mit dem dem in Venedig ermittelnden Commissario Morello von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo und dem ebenfalls in Venedig ermittelnden britischen Honorarkonsul Nathan Sutherland von Philip Gwynne Jones nicht nur zu einem heftigem Reisewunsch, sondern es füllte sich auch meine Buchwunschliste mit weiteren, besonderen Titeln über Venedig.

In einem der in den letzten Monaten gelesenen Romanen wurde der Autor Roberto Bolano erwähnt, und nun liegt hier schon sein Roman „Die wilden Detektive“ bereit, den ich bald lesen möchte. Es gäbe noch viele weitere Beispielte, die aktuell sehr beliebten Romane über bekannte Persönlichkeiten, die Fakten mit Fiktion verbinden, führen bei mir dazu, auch eine entsprechende Biografie lesen zu wollen. Veronika Peters ergänzt ihren Roman „Das Herz von Paris“, in dessen Mittelpunkt Paris im Jahr 1925 steht und die Rue de l’Odeon, mit einer ausführlichen Liste der literarischen Quellen, die sie verwendet hat, und es war für mich klar, einige der Bücher und Biografien der genannten Autorinnen lesen zu wollen. Kurz gesagt, Nick Hornby bringt es für mich auf den Punkt.

Mein Lesemonat April 2023

… von der Erzähltheorie über Gegenwartslyrik, von meinem Lesehighlight 2023 Karl Ove Knausgård bis zu dem spannenden Technikthriller Going Zero – und dazu viel Venedig

Eine abwechslungsreiche Lesereise durch viele Buchseiten

Printausgaben:

„Going Zero“ von Anthony McCarten, Diogenes Verlag, 26. April 2023

„Das Gewicht des Schattens“ von Stanislav Struhar, Nachwort: Kristina Kallert, Wieser Verlag, 27. Februar 2023

„Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit“ von Karl Ove Knausgård, Luchterhand Literaturverlag, 15. Februar 2023

„Venedig: Wintertage in der Serenissima“ von Wolfgang Salomon, Styria Verlag, 27. September 2021

„Am Anfang war der Beutel“ von Ursula K. Le Guin, Herausgeber: thinkOya, 25. März 2020

„Jahrbuch der Lyrik 2023“,  Herausgegeben von Matthias Kniep und Sonja vom Brocke, Schöffling & Co, 23. März 2023

„Lessons in Chemistry” by Bonnie Garmus, Penguin Random House London, 2 March 2023/ Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus, HörbucHHamburg HHV, 31 März 2022

Auf dem Kindle:

„The Venetian Masquerade“ by Philip Gwynne Jones, Constable, 4 April 2019

„Venetian Gothic” by Philip Gwynne Jones, Publisher: Constable London, 2 April 2020

„Alles wird gut: Chronik eines vermeidbaren Todes“ von Matthias Politycki, HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 3. April 2023

„Vengeance in Venice“ by Philip Gwynne Jones,  Publisher: Constable London, 12 April 2018

Polulärer Realismus, unsere gegenwärtige Wohlfühl-Literatur?

Ich habe mich wieder mal mit Literaturkritik und dem aktuellen Buchmarkt beschäftigt, sicher auch angeregt durch die Leipziger Buchmesse, die ich jedoch nicht besucht habe. Ich habe mich allerdings durch die Artikel der Verlage gelesen und jetzt ein kritisches Essay von Moritz Baßler gelesen, „Midcult“.

„Dieser Neue Midcult ist also zwar nicht mehr ganz der alte, doch nutzt er mit dem populärrealistischen Erzählen (verständliche Sprache, nachvollziehbare Handlungen, Identifikationsfiguren) und ethisch-sozial bedeutsamen Themen durchaus vergleichbare Mittel, um seinen Anspruch, bedeutende Literatur zu sein, zu erheben und zu untermauern. Auch ist sein Irrtum der gleiche: dass nämlich Leiden und Probleme, wie relevant auch immer, ohne formale Durcharbeitung identifikatorisch mit Kunstanspruch dargeboten, zu etwas anderem führen würden als – Kitsch. Dieser Kitsch entsteht, wenn immer schon vorausgesetzt und der Zielgruppe klar ist, was relevant und richtig ist; wenn die entsprechende Arbeit nicht geleistet wird, eine Arbeit an Form und Kontext.“ (Zitat aus „Der Neue Midcult von Moritz Baßler, Untertitel: Vom Wandel populärer Leseschaften als Herausforderung der Kritik, 28.6.2021, (erstmals erschienen in: »Pop. Kultur und Kritik«, Heft 18, Frühling 2021, S. 132-149).“

Auch wenn ich mit einigen kritischen Aussagen dieses Artikels als einfache Leserin nicht übereinstimme, ich halte die international erfolgreiche Erzählprosa nicht durchwegs für Wohlfühl-Literatur (Knausgard, Murakami, echt jetzt?), so vermisse auch ich eine Themenvielfalt abseits der aktuell so beliebten autofiktionalen Erzählstimmen (Aufarbeitung der Jugend, Eltern, Großeltern, Brüder usw.) und der Themen Vergangenheit im NZ-Regime, Migration, neue und alte Heimat, Diskriminierung. So gesehen bin ich gespannt auf die Titel der Longlist 2023.

Mein Lesemonat März 2023

Mein Lesemonat März 2023 war eine bunte Mischung aus Neuerscheinungen und SUB-Abbau

Printausgaben:

„Lichte Tage“ von Sarah Winman, Klett-Cotta, 18. Februar 2023

„Lichte Horizonte“ von Daniela Engist, Alfred Kröner Verlag-Edition Klöpfer, 23. März 2021

„Eines Tages wird es leer sein“ von Hugo Lindenberg, ‎ Edition Nautilus,  6. März 2023

„Das Schloss der Schriftsteller: Nürnberg ’46“ von Uwe Neumahr, C.H.Beck, 23. Februar 2023

„Ein Vogelruf trägt Fensterlicht: Gedichte“ von Christine Langer, Alfred Kröner Verlag-Edition Klöpfer, 17. März 2022

„Karpathia“ von Mathias Menegoz, Frankfurter Verlagsanstalt, 30. August 2017

„Grausames Rügen“ von Jens-Uwe Berndt, Hinstorff Verlag, 2. März 2023

 „Melody“ von Martin Suter, Diogenes Verlag, 22. März 2023

„Das russische Testament“ von Shumona Sinha, ‎ Edition Nautilus, 6. September 2021

Auf dem Kindle:

„The Venetian Game” by Philip Gwynne Jones, Publisher: Constable, 2 March 2017

„Tochter einer leuchtenden Stadt“ von Defne Suman, List Hardcover, 30. März 2023

Blick ins Regal – Lyrik

Zum heutigen Tag der Lyrik ein Blick in einen Teil meines Lyrikregals.

Es lohnt sich immer, sich auf Gedichte einzulassen, besonders auf die moderne Lyrik, die poetisch mit Gedanken und Bildern spielt, ohne die klassischen Zwänge von Vers und Reim. Denn damit begeben sich die Gedanken auf den Flügeln der Phantasie auf die Reise und bringen Momente des Innehaltens in unser Leben.

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